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01.08.2012: Lieber Hans Rauscher...

Hans Rauscher bittet im Standard:

Die Stadt muss auch etwas unternehmen, um a) die Bedingungen fĂŒr die Radfahrer zu verbessern (die Radwege sind teils ein Witz, bzw. eine GefĂ€hrdung) und b) die "rogue radler" einzubremsen. Das gebietet die Vernunft. Intelligente VorschlĂ€ge an diese Kolumne sind erbeten.

Beide Probleme lasse sich nur lösen, wenn in der Stadt den Autos Platz weggenommen und den Radler_innen zugeteilt wird.

Auf breiten, baulich getrennten Radwegen gibt es vermutlich weniger Probleme mit verirrten FussgĂ€nger_innen und gegen die Richtung des Richtungsradweges fahrenden Radler_innen. Am besten sind natuerlich Radwege direkt auf der Strasse (zB entlang der Alserbachstrasse beim Franz-Josefs-Bahnhof) bzw eigene Spuren nur fĂŒr Fahrrad und Autobus (zB Neustiftgasse). Radwege in kaum befahren Nebenstrassen sind allerdings komplett sinnlos, ebenso wie die Radwegbenutzungspflicht. Tempo 30 fĂŒr alle & ĂŒberall wĂŒrde wohl auch das Fahren auf der Strasse fĂŒr Radler_innen sicherer und nicht nur fĂŒr Vielradler_innen attraktiv machen. Und auch FĂŒssgĂ€nger_innen wĂŒrden davon massiv profitieren.

BezĂŒglich der "rouge radler" sind das nach meiner Erfahrung nach entweder von der autofreundlichen und fahrradfeindlichen Infrastruktur genervte Vielradler_innen, oder offensichtliche Wenigfahrer_innen auf klapprigen RĂ€dern. Letztere sind eigentlich die einzigen, die ich hie und da auf Gehsteigen radeln sehe, dann zwar meistens eher langsam, aber trotzdem nervig. Ob sich das durchaus existierende Problem der zu schnell und zu aggressiv radelnden Leute lösen lĂ€sst, wenn es mehr und besseren Platz gibt, kann man eigentlich nur ausprobieren...

Und die wenigen egoistischen Arschlöcher, die glauben, sie brauchen sich nicht an die sinnvollen Regeln eines respektvollen Zusammenlebens halten, wird es wahrscheinlich & leider immer geben - unabhÀngig vom Fortbewegungsmittel. Wobei mir ein Idiot, der mir auf einem Rad ohne Licht (und vielleicht sogar ohne Bremsen) auf einem Richtungsradweg in die falsche Richtung mit 30 km/h entgegenkommt, immer noch weniger Angst macht, als jedes zweite rechtsabbiegende Auto.

P.S.: PflichtlektĂŒre zu diesem Thema: THE ENLIGHTENED CYCLIST: Commuter Angst, Dangerous Drivers, and Other Obstacles on the Path to Two-Wheeled Transcendence vom Bike Snob NYC - sehr witzig, sehr weise, sehr richtig.

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